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Predigten von Pater Dr. Michael Marsch O.P. Haus Sankt Raphael, Heiligkreuztal

19.11.17, 12:30:00

Predigt zum 33. Sonntag im Jahreskreis am 19.11.2017


Download (2,6 MB)

1. Lesung Spr 31, 10-13.19-20.30-31
2. Lesung 1 Thess 5, 1-6
Evangelium Mt 25, 14-15.19-21

Sankt-Raphael
Kommentare (1)



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  • Marita E. Eley
    November 19, 2017, 20:59
    Ich habe erst heute Abend durch Deine Predigt, lieber Pater Michael, erfahren, dass der Papst den 19.11., meinen Namenstag, zum Welttag der Armen ernannt hat. Bei Radio Vatikan habe ich es nachgelesen... er hatte zudem1500 Menschen, Arme, zu einem Bankett eingeladen. Das Thema beschäftigt mich schon seid längerem... in Berlin gibt es viele Bettler, und es werden spürbar mehr, vor unserem Edeka, vorm Bioladen, in der S Bahn... vor unserer Kirche, kniet oder sitzt immer ein Bettler, heute eine Frau, die sonst unter der Brücke schläft. Auf dem Ku’damm neulich lag einer mitten auf dem breiten Gehsteig in seinem Schlafsack. Es hat mich nicht kalt gelassen, fühlte ein unangenehmes Berührtsein, was wäre, wenn ich das wäre... ich bin schnell an ihm vorbei, war eh schon spät dran. Ich fragte mich, was er gerade wohl am meisten braucht, hatte mir aber kein Zeit genommen ihn selbst zu fragen. Leider gibt es, natürlich, auch Bettelbanden hier, die das Geld einziehen. Die fahren mit dickem Auto vor und kassieren die Bettler ab. Es bleibt die Herausforderung: Wie verhalte ich mich armen Menschen gegenüber - in Gedanken, Worten, Werken?
    Was ist mein Anteil? Es ist leichter, nichts zu tun, als etwas zu geben, in welcher Form auch immer. Ich spüre auch, und weiß auch um meine eigene Armut. Ich spüre den Wunsch, mehr zu geben und teilen zu können. Die Angst, ausgenutzt zu werden, kann davon abhalten. Jeder muss etwas riskieren um der Liebe willen. Sonst könnte es einem vielleicht so ergehen wie dem Mann, der sein einziges Talent vergräbt aus Angst. Das wäre ganz furchtbar...

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